Linktipp: VFR mit dem Flugsimulator

Passend zu meinem letzten Beitrag sind jetzt auf YouTube zwei tolle Einführungsvideos genau zu dieser Thematik erschienen. Das ganze scheint eine ganze Reihe zu werden und behandelt, wie man sich im Flugsimulator nach VFR bewegt.

Die Videos sind komplett im Simulator aufgenommen (leider der FSX) und sind finde ich sehr gut gelungen. Die Idee ist wirklich witzig und die Umsetzung ist konsequent gut. Die trockene Materie wird hier ganz toll im Dialog erklärt. Ich möchte nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden in den Videos steckt. Aber an der Stelle ein großes Kompliment an die Jungs vom FSXMultiplayerforum.

In den ersten beiden Videos geht es um die Flugvorbereitung und ein wenig darum, wie man einen Flug plant. Hier wird einem auch gleich klar, dass ein Flugsimulator eben kein Spiel ist sondern ein Simulator. Je besser ich meine Flüge plane umso realistischer wird dann das komplette Erlebnis.

Aber seht selbst:

 

Sichtflug (VFR) oder Instrumentenflug (IFR)

Dieser Beitrag richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse in der Luftfahrt. Das Thema ist ein wenig allgemeiner Natur. Jedoch sind diese Informationen hilfreich, wenn man X-Plane als Simulator verstehen möchte. Hierzu ist eben auch ein wenig Grundwissen aus dem Bereich der Luftfahrt notwendig.

Das Thema heute sollen die unterschiedlichen Regeltypen der Luftfahrt sein. Fliegt man nach den Regeln des Sichtfluges oder nach denen des Instrumentenfluges.

„Hä was? Welche Regeln?“

Als ich damals mit XPlane anfing, hatte ich gar keine Ahnung das Fliegen nicht gleich Fliegen ist. Wobei es ja nicht überraschend ist, dass es analog wie im Straßenverkehr auch Regeln im Luftverkehr gibt. Auch dass Piloten laufend zum Tower funken war mir bekannt. Aber wie das genau gegliedert war, davon hatte ich keine Ahnung.

Deshalb hier eine schnelle Einführung in die zwei unterschiedlichen Typen. Einige wichtige Begriffe sind zu Wikipedia Artikeln verlinkt: Die Thematik gibt sicher noch viel mehr her, jedoch soll dies nur einen kurzen Überblick vermitteln.

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten in der Luft unterwegs zu sein. Entweder nach Sichtflug Regeln (VFR) oder nach Instrumentenflug Regeln (IFR). Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Typen ist die Kontrolle durch die Flugverkehrskontrolle (ATC). Bei einem Instrumentenflug erstellt man vor dem Start eine Route. Diese lässt man sich durch die Flugsicherung genehmigen. Anschließend ist man als Pilot dann auch an diese Route gebunden. Jede Abweichung muss beantragt und genehmigt werden. Außerdem ist den Anweisungen der Flugsicherung Folge zu leisten. Im Instrumentenflug bewegt man sich nämlich im sogenannten „kontrollierten Luftraum„.  Damit sich die unterschiedlichen Flieger nicht in die Quere kommen können ist der Himmel praktisch auch in verschiedene Typen unterteilt. Dabei ist der kontrollierte Luftraum für den Instrumentenflug reserviert. Wie der Name hier schon sagt, wird dieser Raum durch die Flugsicherung kontrolliert.
Bei einem Sichtflug ist das ganz anders. Hier bestimmt der Pilot den Kurs. Er ist dafür verantwortlich,  dass es zu keinen Zusammenstößen mit anderen Flugzeugen kommt.  Deshalb muss der Pilot auch sicherstellen,  dass er auch die dafür notwendige Sicht hat. Das bedeutet das es nicht erlaubt ist durch Wolken durch zu fliegen. Daraus folgt logischerweise das man für den Sichtflug auch gutes Wetter mit einer ausreichenden Sicht benötigt. Außerdem darf der Pilot auch nicht in einen kontrollierten Luftraum ohne Genehmigung einfliegen. In der Realität muss auch beim Sichtflug gefunkt werden, jedoch darf hier auch in deutscher Sprache gefunkt werden. Die Flugsicherung bzw. der jeweiligen Stellen der Flugplätze geben dabei keine Anweisungen, sondern nur Informationen. Der Pilot teilt diesen Stellen seine Absichten mit, damit diese Bescheid wissen und andere Teilnehmer über evtl. Gefahren informieren können. Durch das Mithören des Funkverkehrs erfahren aber auch die anderen Piloten über die Pläne der anderen.

Aus diesen Rahmenbedingungen folgt auch, dass man im Sichtflug auch nicht beliebig schnell fliegen darf. Sonst wäre es nicht möglich, Wolken zu Umfliegen oder sich einen Überblick über den anderen Verkehr zu schaffen. Deshalb gilt auch, je größer und schneller ein Flugzeug ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach Instrumentenflug geflogen wird bzw. werden muss.

Aber was hat das ganze nun mit X-Plane zu tun?

Für das Verständnis des Flugsimulators sind diese Informationen hilfreich. Denn die in X-Plane eingebaute ATC unterstützt aktuell nur den Instrumentenflug. VFR ist zwar auch geplant, aber das ist momentan noch Zukunftsmusik. Das ist ein wenig schade, denn als Anfänger sollte man nicht gleich mit den großen Düsenjets anfangen, sondern zuerst mit den kleinen Maschinen. Es hat auch seinen Grund, warum bei der Pilotenausbildung (z.B. der Lufthansa) immer mit dem Sichtflug begonnen wird. Denn dabei lernt man erst einmal die Grundlagen. Wie verhält sich ein Flugzeug in bestimmten Situationen. Wie lande ich eine Maschine sicher und das übt man am Besten mit kleinen Maschinen nach Sichtflugregeln.

Eine ganz klare Empfehlung von meiner Seite für jeden Anfänger ist: Fange am Besten klein an. Bevor Ihr euch mit den großen Maschinen und dem Instrumentenflug beschäftigt solltet ihr erst einmal die kleinen Maschinen verstehen. Denn eine Landung mit einer Cessna 172 ist um einiges einfacher, als mit einer Boing 747. Das Anlassen des Motors ist bei den kleinen Propellermaschinen fast schon so wie bei einem Auto. Durch die langsameren Geschwindigkeiten ist das Landen und andere Manöver viel einfacher. Also bevor man versucht mehr schlecht als recht den Autopilot der Boing 737 einzustellen, sollte man zuerst ganz einfach Platzrunden üben.

Ich brauch doch keinen Updater! Oder vielleicht doch?

Warum soll ich denn den X-Plane Updater benutzen, wenn X-Plane bei mir sowieso super läuft? So habe ich selber als Einsteiger gedacht. Dieses Thema hatte ich lange überhaupt nicht berücksichtigt. So kam es auch, dass ich nur hin und wieder Updates durchgeführt habe. Das ist aber schon ein paar Jahre her. Heute bin ich da ganz anderer Meinung.

Jetzt unter X-Plane 10 ist die Situation ein wenig anders. Denn schon bei jedem X-Plane Start wird überprüft, ob die installierte Version auch der aktuellen Version entspricht. Ist das nicht der Fall kommt beim Laden ein PopUp, welchen einen darauf hinweist, dass eine neuere Version geladen werden kann. Wählt man dann das Update, dann muss man je nach Installation ein paar Minuten bzw. viertel Stündchen Zeit mitbringen, bis die Updates geladen sind. Das ist auch der Grund, warum viele diese Updates nicht durchführen. Ich denke auch, dass der Zeitpunkt da meistens ungünstig ist. Schließlich startet man ja nicht X-Plane, um dann erst mal 10 bis 20 Minuten Updates einzuspielen. Deshalb sollte man regelmäßig einfach mal den Updater laufen lassen, wenn man gerade nicht fliegen möchte. Denn dabei werden nicht allzu viele Ressourcen benötigt. Es dauert halt einfach lange.

Aber warum ist das so? Oder anders gefragt, was passiert beim Update eigentlich? Der Updater lädt am Anfang eine Fileliste. Das sind komplett alle Dateien, welche die aktuelle X-Plane Version beinhaltet. Zu den Dateien wird auch eine Art Fingerabdruck mitgeschickt. Denn für jede Datei kann relativ einfach ein eindeutiger Fingerabdruck erzeugt werden. (Für die IT Profis: Es wird wahrscheinlich ein md5 Hash erzeugt.) Daraufhin erzeugt der Updater für jede X-Plane Datei auf dem eigenen Rechner auch einen Fingerabdruck und vergleicht diesen mit der Liste. Für alle Dateien, welche einen anderen Fingerabdruck besitzen als in der Liste, wird dann die aktuelle Version heruntergeladen.

Sollte man mal versehentlich X-Plane Dateien gelöscht oder ersetzt haben, dann wird so durch den Updater die X-Plane Installation wiederhergestellt. Bei manuell veränderten Dateien wird man jedoch danach gefragt, ob man die Dateien behalten möchte oder nicht. Falls man mal versehentlich Dateien löscht, verschiebt oder überschreibt ist der Updater eine super Möglichkeit seine X-Plane installation wieder herzustellen.

Aber unter X-Plane 10 gibt es einen zusätzlichen Punkt, warum man regelmäßig Updates durchführen sollte. Das sind nämlich die vielen Default Airports, welche bei einem Update automatisch installiert werden. Es entfällt dabei das lästige manuelle herunterladen. Besonders für Deutschland gibt es eine sehr aktive Entwicklergemeinde, welche laufend viele Airports als Default Szenerie erstellt. Unter apxp.info gibt es eine Übersichtskarte welche zeigt wie viele Airports aktuell schon umgesetzt sind. Außerdem werden in naher Zukunft noch viele weitere Airports dazukommen. Auch schon allein aus diesen Grund lohnt sich ein regelmäßiges Update.

Das bedeutet, durch ein X-Plane Update werden auch automatisch Szenerien geladen und installiert. Gerade wenn man dazu keine Lust und Zeit mitbringt sich alle möglichen Szenerien herunterzuladen und zu installieren, dann bringen die Updates einen tatsächlich großen Mehrwert. Denn langsam wird X-Plane auch ohne installierte Add-Ons attraktiv. Das bedeutet auch ohne zusätzliche Installationen erhält man gar nicht so schlechte Szenerien.

Nachdem ich nun so viel Werbung für den Updater gemacht habe, muss ich natürlich noch kurz darauf eingehen, wo man diesen bekommt. Unter x-plane.com kann der Updater kostenlos heruntergeladen werden:

http://www.x-plane.com/de/downloads/installationen_und_aktualisierungen/

Der Updater benötigt selber keine Installation und ist als einfaches Programm sofort einsatzbereit. Am Besten man kopiert den Updater auch gleich in sein X-Plane Verzeichnis, damit man diesen auch sofort findet. Normalerweise findet der Updater selbstständig die X-Plane Verzeichnisse, wenn nicht wird man vom Dialog aufgefordert.

Eine Frage, welche sich dann am Schluss noch stellt ist. Soll ich eigentlich auch Beta Versionen installieren? Denn ganz unten hat man die Möglichkeit diese auch zu aktivieren. Mein persönlicher Rat dazu ist: Nein. Bzw. Beta Versionen sind nur was für Profis. Wenn man unbedingt die Beta Updates installieren möchte, dann bitte nur mit Sicherheitskopie.

Zusammenfassend kann ich nur folgendes sagen: Regelmäßige Updates sind unter X-Plane 10 für jeden etwas. Am besten das Update immer dann durchführen, wenn man sowieso gerade keine Zeit zum fliegen hat. Anschließend einfach die neuen Szenerien genießen.

Ansonsten viel Spaß und happy landings.

Einstieg in X-Plane Teil 4: Wie die X-Plane Welt entsteht

Die Payware vom Flughafen Hamburg sieht teilweise nach Standardobjekte aus. Und was macht der Tower dort?

Die Payware vom Flughafen Hamburg sieht teilweise nach Standardobjekte aus. Und was macht der Tower dort?

Sehr ärgerlich, wenn man X-Plane startet und nach dem Laden feststellt, dass plötzlich größere Gebäude überall auf dem Platz herumstehen und die Szenerie komischerweise komplett anders als auf den Screenshots aussieht. Wer kennt dieses Phänomen? Wenn ja, dann möchte ich kurz erklären woran das ganze liegt.

Dieser Beitrag soll die Logik behandeln, wie X-Plane die Welt lädt und darstellt. Die Logik ist eigentlich recht einfach, jedoch benötigen wir dafür einen Texteditor. Beim Mac und auch beim Linux sind sehr gute Editoren bereits dabei. Für Windows empfehle ich den kostenlosen Editor Notepad++. Weiterlesen

Einstieg in X-Plane Teil 3: Wie installiere ich die wichtigsten Libraries für X-Plane

Ein besonders guter Ansatz von X-Plane ist, dass Szeneriedesigner auf alle vorhandenen Objekte einer X-Plane installation zugreifen können. Der große Vorteil ist, dass so nicht jeder selber alle Trucks oder statischen Flugzeuge basteln muss. Der Anwender profitiert auch davon, da dies für das System deutlich weniger Speicher benötigt. Der Nachteil ist, dass Libraries (=Bibliotheken) selber nachinstalliert werden müssen. Innerhalb von X-Plane 10 wird nun versucht die internen Objekte von X-Plane weiter auszubauen, sodass die Verwendung von weiteren Libraries in Zukunft abnehmen soll. Bis das soweit ist, wird es jedoch noch ein wenig dauern außerdem gibt es schon sehr viele Szenerien, welche die unterschiedlichsten Libraries verwenden. Weiterlesen

Einstieg in X-Plane Teil 2: Wie installiere ich eine Szenerie?

Der erste Teil hat einmal kurz die wichtigsten Verzeichnisse in X-Plane vorgestellt. Jetzt im zweiten Teil beschäftigen wir uns wir eine Szenerie installiert wird.

Die erste Frage dabei ist, wo bekommt man am besten seine Szenerien her? Die größte Übersicht an kostenlosen Szenerien bietet die Webseite x-plane.org: http://forums.x-plane.org/index.php?app=downloads&showcat=80

Um dort Dateien laden zu können muss man sich dort im Forum anmelden. Diese Anmeldung rentiert sich jedoch auf alle Fälle. Zusätzlich kann man mit seinem Zugang dann auch alle Foren dort nutzen. Wenn man mal Support benötigt und ein wenig Englisch beherrscht wäre das die erste Adresse, wo man sein Anliegen formulieren kann.

Für X-Plane 10 sollte man das Untermenü Scenery Packages/Libraries (DSF) wählen. Dort befinden sich die Szenerien für X-Plane 9 und 10. Mit den anderen Arten der Szenerien sollte man sich als Einsteiger zuerst nicht ablenken. Auch auf diesem Blog gibt es Szenerien. Für einen ersten einfachen Anfang eignet sich z.B. der Flughafen Bremen:

Der Download ist in der Regel eine Datei, welche in irgendeiner Form gepackt ist. D.h. mit der Endung zip oder rar. Bei Bremen ist es z.B. eine ZIP Datei. In dieser ZIP Dateien sind nun alle Dateien der Szenrie gespeichert. Um nun die Szenerie installieren zu können muss das Archiv entpackt werden. Nach dem Entpacken steht dann ein Ordner zur Verfügung, welcher alle Dateien und Unterverzeichnisse der Szenerie beinhaltet. Jede Szenerie besteht aus mindestens einem Unterverzeichnis und zwar dem „Earth nav data“ Verzeichnis. Dieser Ordner muss genau an dieser Stelle liegen und zwar gleich in erster Ebene des Szenerieordners. Dies ist eine Vorgabe von X-Plane und lässt sich durch den Designer nicht ändern.

Für das Beispiel Bremen sieht das ganze wie folgt aus:

einstieg_t2_001

Inhalt des ZIP Archivs der Szenerie zu Bremen

Der Inhalt des „Earth nav data“ Ordners beinhaltet nun in diesem Fall wieder einen Ordner und die Datei apt.dat, welche das Layout des Flughafens (nur Taxiways, Runways) beinhaltet. Sollte diese Datei nicht vorhanden sein, so verwendet X-Plane das Standardlayout des Flughafens.

Inhalt des "Earth nav data" Ordners

Inhalt des „Earth nav data“ Ordners

Jedoch wollen wir an der Stelle uns nicht weiter mit diesem Ordner beschäftigen. Sondern uns ein weiteres Beispiel dazu ansehen. Beim Flugplatz Herzogenaurach sind mehrere Dateien und Ordner vorhanden. Dazu laden wir uns auch diese Szenerie herunter:

Der Inhalt des Szenerieordners von Herzogenaurach sieht wie folgt aus:

einstieg_t2_003

Inhalt der Szenerie Herzogenaurach

Hier fällt auf, dass es nun mehrere Verzeichnisse gibt. Neben „Earth nav data“ gibt es noch „objects“ und „opensceneryx“. Je nach Designer können hier auch andere Ordner wie z.B. „Charts“, „Documents“, „Hangars“, „Aircrafts“, … stehen. Außerdem gibt es auch noch eine Datei ReadMe.txt und library.txt. Bis auf die library.txt sind alle anderen Dateien für den Anwender gedacht. An der Stelle sollte man auch unbedingt Dateien wie ReadMe lesen. Oft gibt es dort auch noch Hinweise zur Installation. Die Datei library.txt enthält technische Informationen für X-Plane.

Die Installation der Szenerie ist bei X-Plane nun denkbar einfach. Der Szenerieordner muss einfach in das Verzeichnis „Custom Scenery“ (mehr Infos zu den Verzeichnissen in Teil 1) kopiert werden. Damit X-Plane die Szenerie richtig lädt muss lediglich darauf geachtet werden, dass der „Earth nav data“ Ordner auf erster Ebene ist. Es gibt manche Szenerien die anders gepackt sind. Die tatsächliche Installation der Szenerie ist damit abgeschlossen.

Leider reicht das bei vielen Szenerien nicht ganz aus. Je nach Szenerie sind verschiedene Libraries notwendig. Die gängigste Library ist OpensceneryX (Installation von OpensceneryX).  Für die meisten Szenerien ist OpensceneryX aureichend, jedoch hat sich im letzten Jahr ein leichter Trend zu anderen Libraries ergeben.

Im nächsten Teil möchte ich gerne noch weitere Libraries und deren Installation kurz vorstellen.

 

 

 

Einstieg in X-Plane Teil 1: Verzeichnisse

In den nächsten Monaten habe ich geplant ein paar ganz einfache Grundlegende Konzepte von X-Plane zu beschreiben. Als Zielgruppe sind die vielen Einsteiger gedacht, welche sich erst einmal mit dem Konzept von X-Plane vertraut machen müssen. Es kommen nämlich immer wieder Fragen zur Installation von Plugins, Aircrafts oder Szenerien. Die jeweiligen Texte sollen dabei nicht zu lange sein und sich jeweils mit nur einem kleinen Themenbereich beschäftigen. Ich versuche eine logische Gliederung sodass wir das Wissen schritt für Schritt aufbauen.

Im ersten Teil möchte ich kurz drei wichtige Verzeichnisse in X-Plane vorstellen, welche für die Installation von Plugins, Szenerien und Flugzeugen notwendig sind.

Warum werden gleich im ersten Teil Verzeichnisse vorgestellt und nicht wie man fliegt? Wird sich so manch einer fragen. Die Antwort ist ganz einfach: Das Konzept von X-Plane basiert auf Verzeichnissen und Dateien. Für eine Installation von Komponenten müssen nur die entsprechenden Dateien in das jeweilige Verzeichnis kopiert werden und fertig.

Für den durchschnittlichen Anwender reichen dabei folgende Verzeichnisse aus.

  • Aircraft: Hier befinden sich alle Flugzeuge. Pro Flugzeug wird am besten immer ein Verzeichnis angelegt. Man kann auch seine Flugzeuge in eigens angelegten Verzeichnissen und Unterverzeichnissen gruppieren. So kann z.B. für selber installierte Flieger ein Verzeichnich „My Hangar“ angelegt werden. Dort kann dann als Unterverzeichnis „General Aviation“ für kleinere Flugzeuge angelegt werden.
  • Custom Scenery: Hier werden alle Szenerien verwaltet. Pro Szenerie gibt es dabei immer ein Verzeichnis. Eine Gruppierung darf in diesem Verzeichnis nicht erfolgen.
  • Resources > plugins: In dem Unterverzeichnis plugins von Resources werden die Plugins installiert. Teilweise reicht es eine Datei in das Verzeichnis zu kopieren aber manchmal müssen auch mehrere Verzeichnisse kopiert oder erstellt werden. Hierfür ist immer die Installationsanleitung des jeweiligen Plugins zu beachten.

Also wichtig ist es zu wissen, das es diese Verzeichnisse gibt und das diese für eine Erweiterung von X-Plane benötigt werden. Was macht nun X-Plane, damit Änderungen dort auch Auswirkungen haben.

Beim Start von X-Plane werden die Inhalte dieser Dateien erst einmal gescannt.

Die Plugins werden dabei immer alle geladen.

Die Szenerien werden nur gescannt und nicht vollständig geladen. X-Plane interessiert sich zuerst nur für die Grundrisse der Flugplätze (d.h. Runways und Taxiways). Je nachdem welchen Flugplatz nun auswählt werden dann die kompletten Daten des jeweiligen Platzes und der Umgebung geladen. Nach der Installation von X-Plane 10 sind in dem Verzeichnis bereits Szenerien angelegt (z.B. „Aerosoft – EDDF Frankfurt“). Als Startflughafen für eine ganz frische Installation eignet sich deshalb bei X-Plane Frankfurt sehr gut.

Die Flugzeuge werden erst einmal gar nicht geladen. Wenn man ein Flugzeug auswählt, dann wird einfach die komplette Verzeichnisstruktur in der X-Plane Oberfläche dargestellt. Das jeweilige Flugzeug wird dann über eine Datei mit der Endung .acf ausgewählt. Nach der Installation von X-Plane sind schon einige Flugzeuge dort vorhanden, welche sofort ausprobiert werden können.

Soweit für heute. Im nächsten Teil werden wir uns ein wenig mehr mit den Szenerien beschäftigen und kurz beschreiben, wie und wo wir kostenlose Szenerien von X-Plane laden und installieren.

Kein Update ohne Sicherheitskopie

Im offiziellem Supportforum der CRJ200 von JRollon hat Javier Rollon dazu aufgerufen, nicht einfach das Update auf 10.10 durchzuführen (Originaler Beitrag). Denn bei den bisherigen Releases von X-Plane 10 ist es bereits öfters passiert, dass nach einem Update nicht mehr alle Add-Ons einwandfrei funktionierten. Ohne eine entsprechende Sicherheitskopie gab es keine Möglichkeit mehr selber die Plugins zum laufen zu bringen, bis nicht ein weiteres Update vorhanden war. Insbesondere war die CRJ200 auch von dieser Problematik betroffen. D.h. das Flugzeug konnte bis zum Update auch nicht mehr benutzt werden.

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Eine kleine Übersicht zu FMS und GPS Systemen für X-Plane

Flight Management Systeme sind für eine gute Simulation unbedingt notwendig. Insbesondere im Instrumentenflug kommt man gar nicht mehr ohne aus. Dieser Beitrag soll einen kurzen Überblick über die aktuell vorhandenen FMS geben.

Systeme für X-Plane

  • KLN 90B (KLN 90B Handbuch – PDF/Englisch):
    Ein kleines Navigationssystem, welches üblicherweise im Bereich der General Aviation benutzt wird. Es besitzt eine Zulassung für IFR. Die Installation läuft sehr einfach ab und muss pro Flugzeug durchgeführt werden. Das hat den großen Vorteil, dass so nur bestimmte Flugzeuge mit diesem Plugin ausgestattet werden können. Das Handbuch ist sehr Umfangreich und die erste Bedienung nicht unbedingt zu 100% intuitiv. Ich benutze es deshalb gar nicht.
  • Garmin GNSX530:
    In den GA Flugzeugen von X-Plane ist auch ein Garmin eingebaut. Dieses hat jedoch einen ganz abgespeckten Funktionsumfang, sodass es im Flugbetrieb eigentlich nicht taugt. Hier schafft dieses Plugin Abhilfe. Die Installation ist ein wenig umfangreicher und die Downloads größer, jedoch erhält man dafür ein voll funktionsfähiges GNSX530 inklusive Navigationsdaten. Leider sind die Daten schon ein wenig älter.
  • UFMC:
    Das UFMC ist ein voll funktionsfähiger Flight Management Computer, welcher in zwei Versionen erworben werden kann. Version 1 ist für alle gängigen Flugzeuge in X-Plane und Version 2 auch X737FMC genannt für die 737 aus dem EADT-Projekt. Preis ist jeweils 20 Euro. Persönlich habe ich dieses Add-On nicht gekauft, weshalb ich über Installation und Verwendung nichts schreiben kann.
  • X-FMC:
    Ein voll funktionsfähiges FMC mit sehr vielen Funktionen. Das X-FMC hat dabei ein ungewöhnliches Konzept. Es steuert nicht direkt das Flugzeug sondern bedient sich dabei den Funktionen des Autopiloten. D.h. Höhenangaben oder auch die Richtung wird durch das X-FMC in den Autopiloten geschrieben. Das X-FMC funktioniert so für viele verschiedene Flugzeuge. Neben der Basisinstallation benötigt es auch noch eine Konfiguration der Flugzeuge.  Diese .cfg – Dateien können auf der Downloadseite von X-FMC  heruntergeladen werden. Dies beschreibt somit auch die unterstützten Flugzeuge.
  • vasFMC (Download über VACC Austria, Download X-Plane Plugin):
    Das vasFMC läuft als externes Programm und verbindet sich über ein Plugin mit X-Plane. Das vasFMC unterstützt dabei alle Flugphasen und besitzt eine bestimmte Tiefe, für welche Vorkenntnisse bezüglich Flugplanung und -durchführung notwendig sind. Ein ganz besonderes Feature ist, dass Flugpläne Online von vatroute.com geladen werden können. Hierdurch erspart man sich die Eingabe der einzelnen Wegpunkte sparen. Das vasFMC selber ist kostenlos es benötigt jedoch unbedingt Navigationsdaten, welche bei navigraph.com gekauft werden müssen.