Linktipp: VFR mit dem Flugsimulator

Passend zu meinem letzten Beitrag sind jetzt auf YouTube zwei tolle Einführungsvideos genau zu dieser Thematik erschienen. Das ganze scheint eine ganze Reihe zu werden und behandelt, wie man sich im Flugsimulator nach VFR bewegt.

Die Videos sind komplett im Simulator aufgenommen (leider der FSX) und sind finde ich sehr gut gelungen. Die Idee ist wirklich witzig und die Umsetzung ist konsequent gut. Die trockene Materie wird hier ganz toll im Dialog erklärt. Ich möchte nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden in den Videos steckt. Aber an der Stelle ein großes Kompliment an die Jungs vom FSXMultiplayerforum.

In den ersten beiden Videos geht es um die Flugvorbereitung und ein wenig darum, wie man einen Flug plant. Hier wird einem auch gleich klar, dass ein Flugsimulator eben kein Spiel ist sondern ein Simulator. Je besser ich meine Flüge plane umso realistischer wird dann das komplette Erlebnis.

Aber seht selbst:

 

Sichtflug (VFR) oder Instrumentenflug (IFR)

Dieser Beitrag richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse in der Luftfahrt. Das Thema ist ein wenig allgemeiner Natur. Jedoch sind diese Informationen hilfreich, wenn man X-Plane als Simulator verstehen möchte. Hierzu ist eben auch ein wenig Grundwissen aus dem Bereich der Luftfahrt notwendig.

Das Thema heute sollen die unterschiedlichen Regeltypen der Luftfahrt sein. Fliegt man nach den Regeln des Sichtfluges oder nach denen des Instrumentenfluges.

„Hä was? Welche Regeln?“

Als ich damals mit XPlane anfing, hatte ich gar keine Ahnung das Fliegen nicht gleich Fliegen ist. Wobei es ja nicht überraschend ist, dass es analog wie im Straßenverkehr auch Regeln im Luftverkehr gibt. Auch dass Piloten laufend zum Tower funken war mir bekannt. Aber wie das genau gegliedert war, davon hatte ich keine Ahnung.

Deshalb hier eine schnelle Einführung in die zwei unterschiedlichen Typen. Einige wichtige Begriffe sind zu Wikipedia Artikeln verlinkt: Die Thematik gibt sicher noch viel mehr her, jedoch soll dies nur einen kurzen Überblick vermitteln.

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten in der Luft unterwegs zu sein. Entweder nach Sichtflug Regeln (VFR) oder nach Instrumentenflug Regeln (IFR). Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Typen ist die Kontrolle durch die Flugverkehrskontrolle (ATC). Bei einem Instrumentenflug erstellt man vor dem Start eine Route. Diese lässt man sich durch die Flugsicherung genehmigen. Anschließend ist man als Pilot dann auch an diese Route gebunden. Jede Abweichung muss beantragt und genehmigt werden. Außerdem ist den Anweisungen der Flugsicherung Folge zu leisten. Im Instrumentenflug bewegt man sich nämlich im sogenannten „kontrollierten Luftraum„.  Damit sich die unterschiedlichen Flieger nicht in die Quere kommen können ist der Himmel praktisch auch in verschiedene Typen unterteilt. Dabei ist der kontrollierte Luftraum für den Instrumentenflug reserviert. Wie der Name hier schon sagt, wird dieser Raum durch die Flugsicherung kontrolliert.
Bei einem Sichtflug ist das ganz anders. Hier bestimmt der Pilot den Kurs. Er ist dafür verantwortlich,  dass es zu keinen Zusammenstößen mit anderen Flugzeugen kommt.  Deshalb muss der Pilot auch sicherstellen,  dass er auch die dafür notwendige Sicht hat. Das bedeutet das es nicht erlaubt ist durch Wolken durch zu fliegen. Daraus folgt logischerweise das man für den Sichtflug auch gutes Wetter mit einer ausreichenden Sicht benötigt. Außerdem darf der Pilot auch nicht in einen kontrollierten Luftraum ohne Genehmigung einfliegen. In der Realität muss auch beim Sichtflug gefunkt werden, jedoch darf hier auch in deutscher Sprache gefunkt werden. Die Flugsicherung bzw. der jeweiligen Stellen der Flugplätze geben dabei keine Anweisungen, sondern nur Informationen. Der Pilot teilt diesen Stellen seine Absichten mit, damit diese Bescheid wissen und andere Teilnehmer über evtl. Gefahren informieren können. Durch das Mithören des Funkverkehrs erfahren aber auch die anderen Piloten über die Pläne der anderen.

Aus diesen Rahmenbedingungen folgt auch, dass man im Sichtflug auch nicht beliebig schnell fliegen darf. Sonst wäre es nicht möglich, Wolken zu Umfliegen oder sich einen Überblick über den anderen Verkehr zu schaffen. Deshalb gilt auch, je größer und schneller ein Flugzeug ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach Instrumentenflug geflogen wird bzw. werden muss.

Aber was hat das ganze nun mit X-Plane zu tun?

Für das Verständnis des Flugsimulators sind diese Informationen hilfreich. Denn die in X-Plane eingebaute ATC unterstützt aktuell nur den Instrumentenflug. VFR ist zwar auch geplant, aber das ist momentan noch Zukunftsmusik. Das ist ein wenig schade, denn als Anfänger sollte man nicht gleich mit den großen Düsenjets anfangen, sondern zuerst mit den kleinen Maschinen. Es hat auch seinen Grund, warum bei der Pilotenausbildung (z.B. der Lufthansa) immer mit dem Sichtflug begonnen wird. Denn dabei lernt man erst einmal die Grundlagen. Wie verhält sich ein Flugzeug in bestimmten Situationen. Wie lande ich eine Maschine sicher und das übt man am Besten mit kleinen Maschinen nach Sichtflugregeln.

Eine ganz klare Empfehlung von meiner Seite für jeden Anfänger ist: Fange am Besten klein an. Bevor Ihr euch mit den großen Maschinen und dem Instrumentenflug beschäftigt solltet ihr erst einmal die kleinen Maschinen verstehen. Denn eine Landung mit einer Cessna 172 ist um einiges einfacher, als mit einer Boing 747. Das Anlassen des Motors ist bei den kleinen Propellermaschinen fast schon so wie bei einem Auto. Durch die langsameren Geschwindigkeiten ist das Landen und andere Manöver viel einfacher. Also bevor man versucht mehr schlecht als recht den Autopilot der Boing 737 einzustellen, sollte man zuerst ganz einfach Platzrunden üben.

Linktipp: FS MAGAZIN – Der Western der USA

FSM3_2015Plusartikel.pdfHeute gibt es einen Link zu einem ganz interessantem Artikel aus dem FS MAGAZIN. Das FS MAGAZIN ist eines der wenigen Fachblätter für den Bereich Flusi. Der Hauptteil der Artikel geht zwar immer noch über die Microsoft Flusis, aber von mal zu mal gibt es auch immer mehr X-Plane Artikel.

Auf der Webseite des Magazins gibt es auch immer kostelnlose Plusartikel als pdf zum Download. Besonders zu empfehlen sind die dabei die Reiseartikel von Mario Donick. Hier werden interessante Ziele mit vielen Screenshots vorgestellt. Zusätzlich gibt es auch ganz viele Links zu den Szenerien aus den Artikeln. So lassen sich die Touren  sehr leicht nachfliegen.

In der neusten Ausgabe geht es in den Westen der USA. Durch die vielen schönen Screenshots ist die Datei sehr groß (über 100 MB). Also einen Download sollte man nur wagen, wenn man eine entsprechende Flatrate besitzt.

Download des Artikels (Achtung gut 100 MB groß):

http://www.fsmagazin.de/download/FSM3_2015Plusartikel.pdf