Was sich durch 64-Bit nicht ändert…

Das letzte Update mit der Version 10.10r3 stellt die nächste stabile Version von X-Plane dar. In den nächsten Tagen wird es zwar ein Update auf 10.11 geben, jedoch werden hierbei nur noch ein paar kleine Bugs behoben (siehe X-Plane Developer Blog).

Als nächstes großes Update steht nun 10.20 an, welches endlich eine 64-Bit Unterstützung mitbringt. Viele X-Planer warten schon sehnsüchtig auf diese Erweiterung und erhoffen sich sehr viel. Doch Ben Supnik warnt davor die Erwartungen zu hoch zu setzen. Denn durch eine 64-Bit Unterstützung fällt lediglich nur die Beschränkung der Größe des Arbeitsspeichers weg. In 32-Bit Systemen kann nämlich nur 4GB Speicher adressiert werden. Das zeigt auch, dass so eine Erweiterung nur dann etwas bringt, wenn ein Arbeitsspeicher von mehr als 4 GB vorhanden ist.

Ben nennt folgende Punkte, welche durch 64-Bit nicht gelöst werden:

  • 64-Bit wird X-Plane nicht schneller machen. Mehr verwendeter Speicher bedeutet nicht, dass die Anwendung sofort schneller läuft.
  • Alle vorhandenen Bug bleiben. D.h. ein System, welches unter 32-Bit nicht funktioniert, wird das auch nicht unter 64-Bit tun.
  • Die Darstellung verbessert sich dadurch nicht.
  • Und nicht zu vergessen, es bringt auch keinen Weltfrieden. Dafür werden 128-Bit benötigt.

Durch die Aufhebung der 4 GB Grenze des Arbeitsspeichers ergeben sich jedoch ganz neue Grenzen. Bei zu hohen Einstellungen kann es trotzdem vorkommen, dass der vorhandene Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht. Außerdem ist für eine flüssige Darstellung mit hoher Texturauflösung auch eine entsprechende Grafikkarte mit entsprechend VRAM notwendig. D.h. auch in Zukunft gibt es Einschränkungen mit welchen der Anwender sich arrangieren muss.

Mit X-Plane 10.20 ergeben sich neue Möglichkeiten, jedoch werden dadurch nicht alle Probleme automatisch gelöst werden. Aus dem Grund sollten die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden.

 

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